Ich bin schwanger!

„Ich bin schwanger“, „Ich werde Mama“ oder „Ich bekomme ein Baby“ sind Sätze, die für mich immer noch kaum zu glauben sind. Seit ich denken kann habe ich immer ein Leben mit Kindern für mich gesehen. Es war selbstverständlich welche zu haben. Wer mir schon länger folgt, hat aber auch mitbekommen, dass es in den letzten Jahren immer weniger danach aussah, dass ich nochmal Mama werde. Jetzt mit 35 Jahren ist es doch noch soweit, dass ich dieses Kapitel des Frauseins erleben darf.

Mein Leben hat sich innerhalb von 3 Jahren einmal um 180 Grad gewendet. Nach einer langen Beziehung war ich mit 32 Jahren plötzlich das erste Mal so richtig auf mich alleine gestellt. Ich hatte ehrlicherweise Angst, dass ich innerhalb von wenigen Jahren (sodass ich für mein eigenes Empfinden nicht zu alt für eine Schwangerschaft bin) keinen Partner finde, der dazu noch bereit für Kinder ist. Gleichzeitig kam es für mich nicht in Frage mich auf Partnersuche zu versteifen und mein Glück davon abhängig zu machen. Vielmehr bin ich heute froh, dass ich Zeit geschenkt bekommen habe mich selbst besser kennenzulernen und zu reifen. Mein Fokus lag ganz auf mir. Ich habe mich in der Zeit nie alleine gefühlt oder hatte das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Dennoch habe ich mir in den Rauhnächten und anderen Zeremonien eine kleine Familie mit einem liebevollen Partner manifestiert und schließlich schneller als gedacht und völlig unerwartet bekommen. Mit Michael ist nicht nur ein liebevoller, emotional intelligenter und verständnisvoller Mann in mein Leben getreten, sondern auch sein Sohn. Alles entwickelte sich so leichtfüßig, dynamisch und intuitiv als sollte es so sein. Nach weiteren Monaten Reifeprozess innerhalb einer neuen und erwachsenen Beziehung auf Augenhöhe, bin ich heute mit 35 Jahren an einem Punkt, an dem ich sagen kann, dass ich froh bin erst jetzt Mama zu werden. Denn ich habe das Gefühl, dass ich heute wesentlich stabiler als Wegbegleiter einer kleinen Seele wirken kann, als ich das in meinen Zwanzigern gekonnt hätte.

Für mich heißt ein Kind zu bekommen nicht seine Altersbetreuung großzuziehen, einfach den logischen nächsten Schritt zu machen oder an ihm alles anders oder besser zu machen. Ich sehe es als ein Geschenk einen kleinen Menschen auf seinem individuellen Weg unterstützen zu dürfen. Ihm durch ein liebevolles Elternhaus, Vertrauen und erwartungsfreie Möglichkeiten den Weg in ein selbstbewusstes und eigenverantwortliches Leben zu ebnen. Ich wünsche mir, dass weitergeben zu können, was meine Generation schon im zwischenmenschlichen Sein auf Erden erreichen durfte. Ich freue mich darauf zu beobachten wie ein Kind sich frei von Altlasten der Eltern, frei von Anforderungen und Leistungsdruck in einer neuen Denkwelt entfalten kann. Das ist zumindest mein Anspruch an mich/uns als Eltern, während ich gleichzeitig weich mit uns bleiben will und genau weis, dass Fehler normal sind und dazu gehören. Man kann nicht immer alles richtig machen und das ist auch nicht mein Anspruch. Meine Erwartung an mich selbst ist es, meinem Kind dann vermitteln zu können, dass man Verantwortung für sein Tun und Nicht-Tun übernimmt. Das ich meinen Kind lehren kann sich zu entschuldigen aber gleichzeitig dort seinen Raum zu nehmen und Bedürfnisse einzugestehen, wo es nötig ist. Ich möchte vermitteln, dass es gut ist Gefühle zu zeigen und authentisch zu sein. Ich möchte das mein Kind schon früh sieht, dass auch wir Erwachsenen manchmal falsch liegen, uns schlecht fühlen oder nicht wissen was zu tun ist. Ich will es ermutigen sich Dinge zu wagen und nicht aufzugeben, wenn man etwas will auch wenn andere seine Leidenschaft dafür nicht teilen kann. Ich möchte ihm oder ihr früh zeigen wie man sich selbst spüren lernt um herauszufinden, wie es einem geht und was man wirklich will. Es soll seine Gefühle erkennen können, ausdrücken dürfen und regulieren lernen und dabei mit bedingungsloser Liebe begleitet werden. Mit dem Wissen es ist bei uns immer willkommen zu sein und so sein zu dürfen, wie es ist. Von Sylvia habe ich in der Ausbildung gelernt den Unterschied zwischen einer guten Mutter und einer liebenden Mutter zu machen. – Ob ich das annährend geschafft habe, könnt ihr dann vielleicht in 3 oder 4 Jahren im Newsletter lesen 😉

Jetzt in der Schwangerschaft ist es erst Mal mein einziger Wunsch diese magische und vielleicht einmalige Zeit ganz aufmerksam und bewusst zu erleben. Ich habe glücklicherweise den Luxus von viel Zeit für mich, die ich mit Meditationen und schwangerengerechtem Yoga fülle. Ich beschäftige mich bewusst mit den unterschiedlichen Phasen der Kindsentwicklung und damit intuitiv auf meinen Körper zu hören, um mein Kind im Bauch bestmöglich in seiner Entwicklung zu unterstützen. Ich vermeide Stress in Form von zu vielen Terminen und Verantwortlichkeiten. Gönne mir Dinge abzusagen und mich zurückzuziehen. Ich achte auf eine gesunde Ernährung die allerdings auch Raum für Gelüste lässt. Denn meist sind diese Anzeichen für Mineralstoffbedarf oder andere emotionale Bedürfnisse des Kindes. Ich achte darauf was mein Körper kann und braucht und bin mir nicht zu schade um Hilfe zu bitten. Ich konsumiere keinen belastenden Müll wie Horrorfilme, zu laute Musik oder Nachrichten und vermeide andere traumatisierenden Geburtsgeschichten. Stattdessen lese ich Bücher über Kommunikation mit dem Ungeborenen, Hypnobirthing und friedlicher Geburt. Denn ich bin der überzeugung das die Natur schon dafür gesorgt hat, dass mein Körper genau weis, was er zu tun hat und lediglich  durch unsere, durch die Gesellschaft geprägten, Ängste und Gedanken zu sehr vom Vertrauen abkommt.  Ich spreche schon jetzt wann immer ich Zeit habe mit meinem Baby im Bauch, spüre genau hin ob ich Bewegungen wahrnehmen kann und achte darauf, dass meine Gedanken immer auf das Positive und Schöne gerichtet sind, statt mich zu sehr mit allen möglichen Risiken und Komplikationen zu beschäftigen. Ich habe eine tolle Hebamme gefunden, die meine Werte und Wünsche einer Geburt teilt, dafür sorgt dass ich dennoch über alles nötige und wichtige informiert bin und es möglich macht meine Schwangerschaft ganz intuitiv und verbunden zu erleben. Ich weis, dass sich viele Frauen genau das in ihrer Schwangerschaft gewünscht hätten und hoffe sehr, dass unsere Gesellschaft in naher Zukunft sich wieder dahingehend entwickelt, das Frauen in diesem Prozess wahrhaftig und unserer Natur entsprechend unterstützt werden.

Es wird sich zeigen, wie bewusst und achtsam ich das Mamasein dann wirklich immer ausleben kann und wie sich meine Ansprüche an mich als Mama und an mein Wirken mit Luminasoul vereinbaren lassen. Wichtig ist, ich habe Vorstellungen, Träume und Wünsche und manifestiere mir auch hier wieder eine Zukunft, die allen Bedürfnissen meiner Familie und mir gerecht werden kann. Dabei geht es mir aktuell vorallem aber erstmal darum zu verinnerlichen und mir zu erlauben flexibel zu bleiben und nicht alles Planen zu wollen. Denn ich kann erst in Moment mit dem Kind wissen was geht und was nicht.

Mein Plan ist es bis November weiterhin meine Betreuungen mit Coaching und Hypnose anzubieten, Ruhekreise und Life Kinetik Kurse zu halten und die Veranstaltungen zu organisieren, die ich fühle und körperlich gut für mich umsetzbar sind. Ganz besonders wünsche ich mir dabei, die möglicherweise stattfindenen SoulsDays mit ganz viel Weiblichkeit und Yinenergie füllen und erleben zu dürfen. Daher biete ich am 27. Juni das erste Mal auf Basis freiwilligem Energieausgleich einen SoulsDay nur für Frauen an, den ich im Wald mit Meditationen, Naturerlebnissen und Austausch von euren Themen füllen möchte. Melde dich sehr gerne dafür an, wenn du Lust hast dabei zu sein und dich ein wenig in dieser Schwesternschaft und Waldenergie zu baden. 

Ich habe übrigens meinen Geburtstag (den letzten ganz für mich alleine) nur mit Frauen gefeiert, da ich es gerade so fühle mich in warmer Umgebung aufzuhalten. Just White war das Motto auf meinem Balkon und Michael mit einem Freund (die beide sehr große yinnige Anteile haben) sorgten für eine entspannte musikalische Atmosphäre. Fotos dazu kannst du unten in der Slideshow sehen.

Lass uns an dieser Stelle zu einem kurzen Rückblick auf meine letzten Monate kommen. Dadurch, dass ich im 1. Trimester der Schwangerschaft sehr mit Müdigkeit zu kämpfen hatte und häufig wegen Übelkeit Termine abgesagt habe, gibt es gar nicht so viele Ereignisse die ich mit euch teilen kann. Ganz vorne an steht aber das erste „meditative Singen“ mit Michael, dass am 9. Mai stattfand. Die Idee unsere gemeinsamen SoulsDays mit dem Mantrasingen zu vergrößern führte uns in die Heilig Kreuz Kirche nach Griesheim. Dort füllten wir zwei volle Stunden mit den heilsamen Klängen und Texten der Medizinlieder. Alle waren eingeladen mitzusingen oder einfach die Akkustik der Kirche in meditativer Stimmung und Atmosphäse auf sich wirken zu lassen. Die Resonanz der Teilnehmer war so rührend, herzerwärmend und durchweg positiv, dass wir ganz beseelt und guter Dinge sofort einen weiteren Termin mit der Kirche ausgemacht haben. Am 1. August hast du die Möglichkeit dabei zu sein. Und das tolle ist, dass jeder den Betrag als Energieausgleich zahlen darf, den er bereit ist oder der es ihm wert war. So soll jeder die Möglichkeit dazu bekommen einmal etwas Neues kennenzulernen und zu erleben, dass er für viel Geld vielleicht nie gewagt hätte. 

Innerhalb meiner Ausbildung zur systemischen Aufstellerin bei Sylvia, die natürlich stetig weitergeht, durfte ich an ein paar Aufstellungen teilhaben und selbst Themen aufstellen. Ich gehe hier nicht in Detail aber kann soviel sagen, dass auch diese Prozesse mir dabei helfen, in die neue Lebensphase als Mama zu kommen. 

Danke, dass du diesen Bericht über meine Schwangerschaft gelesen hast. Schreib mir gerne deine schönsten Erinnerungen an deine erlebte Schwangerschaft.