Yoga-Frauen-Retreat

Beispiel des Essens

Anna beim Singen

Kakaozeremonie

Meinen dritten Advent verbrachte ich gemeinsam mit 11 anderen Frauen auf meinem zweiten Frauen-Yoga-Retreat von Anna und Hannah. Neben dem allgemeinen Ziel, mit seiner eigenen Weiblichkeit und anderen Frauen in Verbindung zu kommen, lag der Schwerpunkt auf den Rauhnächten – Darauf das Jahr Revue passieren zu lassen, sich zu reflektieren und Visionen für das neue Jahr zu erhalten. Da ich nicht aus Mainz komme durfte ich mit noch drei weiteren der Teilnehmerinnen in Annas wunderschönen Yogastudio übernachten und somit das ganze Wochenende ganz in der Energie und Stimmung des Retreats bleiben. Was soll ich sagen – Wer den Bericht meines letzten Retreats gelesen hat, der weis schon wie heilsam und kraftvoll solche Tage sind. Es hat sich wieder angefühlt wie 2 Wochen Urlaub, da Körper und Geist entspannt sind, sich viele Themen mental lösen konnten und man sich in so kurzer Zeit ganz eng verbunden mit den anderen Frauen fühlt, die man doch vorher noch gar nicht kannte.

Es ging los mit einem gemeinsamen Abendessen. Vegan, frisch zubereitet und liebevoll angerichtet wurden wir die Zeit über von der lieben Eva bekocht. Sie nahm am Retreat selbst teil, unterstützte Anna und Hannah jedoch auf kulinarischer Art und inspirierte uns alle mit ihren Ideen und Kreationen. Im Anschluss ging es gesättigt und entspannt in den ersten Sharing-Kreis, indem wir uns kennenlernten und mit den anderen teilten, mit welchen Themen, Wünschen und Erwartungen wir gekommen sind. Dabei gab es Momente der Stille und Achtsamkeit sowie einen Singkreis mit Mantren, was dazu führte in einen beseelten und ruhigen Zustand für die erste Nacht zu kommen. Zwischen 23.00 und 07.00 Uhr wurden wir eingeladen zu Schweigen, damit jeder (vor allem wir die dort schliefen) die Chance hatte bei sich zu sein.

Am Morgen begann der Tag mit einer Stunde Hatha-Yoga bevor wir gemeinsam frühstückten. Weiterhin wurde der Vormittag mit einer Klang-Meditation befüllt. Nicht das Anna und Hannah schon ihre Yogaeinheiten wunderschön gestalten und mit kleinen Besonderheiten füllen, zaubert Anna mit ihrem Gesang und musikalischen Begleitung am Harmonium immer nochmal ganz besondere Momente, die mich persönlich immer sehr tief erreichen. Musik ist einfach so heilsam und bewegend. Nach dem Mittagessen gab es Zeit zur freien Gestaltung. Einige Frauen gingen spazieren oder kurz nach Hause. Für mich jedoch kam mir alles dort schon wie eine kleine Parallelwelt vor in der ich ganz wohlig und sicher war, sodass ich gar nicht in den Trubel der Mainzer Innenstadt geraten wollte. Ich blieb dort, schrieb etwas meiner Gedanken auf und tauschte mich mit den anderen aus. Am Nachmittag gab es einen Workshop zu den Sperrnächten. Diese 12 Nächte vor den 12 Rauhnächten, befassen sich mit dem Rückblick auf das vollendete Jahr. Wir bekamen Papier und Buntstifte und malten auf unterschiedlichste Weise unser Jahr 2023 auf und reflektierten im Anschluss gemeinsam unsere Erlebnisse. Das Bild, das dabei von mir entstanden ist, hat mir vieles noch einmal vor Augen geführt und zu verstehen gegeben. Am Abend gab es ein üppiges veganes Raclette Essen, was für mich wieder etwas Weihnachtliches hatte, obwohl es bei uns an Weihnachten nie Raclette gibt. Man sitzt jedoch lange gesellig beisammen und lässt sich Zeit beim Essen, während man genießt.

Der Samstagabend war wohl die energetischte und emotionalste Zeit des Wochenendes. Ich hatte mich ganz besonders darauf gefreut, da ich vom letzten Retreat wusste wie magisch es werden wird. Wir begannen mit einer Kakaozeremonie der ganz besonderen Art. Rücken an Rücken saßen immer zwei Frauen zusammen und verbindeten sich mit ihrer Atmung und dem Herzschlag, während wir gemeinsam nach und nach einen Schluck Kakao tranken. Weiter ins Detail möchte ich dabei gar nicht gehen, da es schwer in Worte zufassen ist, was man dabei spürt, was sich in der Gemeinschaft bewegt und vor allem was der Kakao in dir auslöst. mit dieser wunderbaren Wärme durften wir dann noch eine Chakren-Reinigungs-Meditation genießen, die ich persönlich so stark wahrnehmen konnte wie nie zuvor eine Meditation mit Körperscan. Mit einem sanften und wunderschönen Übergang, leitete Anna das Tanzen ein, mit dem wir uns alles aus der Seele tanzten und somit den Abend vollends rund gemacht haben. Es war anfangs für mich der befremdlichste Punkt auf dem Ablaufplan, als ich im Sommer schon einmal bei den beiden teilgenommen habe, doch mittlerweile weis ich, was das für eine Kraft hat. Es tut so gut, ganz bei sich zu sein, und mit geschlosssenen Augen zu tanzen – zu fühlen, welche Bewegung die Musik aus dir rauslockt. Es lässt dich deinen Körper wahrnehmen, deine Weiblichkeit spüren, kann Blockaden lösen und Wunden heilen. Defintitiv werde ich häufiger allein zu Hause einfach tanzen wenn mir danach ist. Wieso denn auch nicht?

Der Sonntagmorgen begann erneut direkt mit Yoga. Allerdings ganz sanft und achtsam mit einer ausführlichen und langen Yinyoga-Einheit, wobei man lange in einer Asana verweilt und meditativ bei sich ist. Begleitet wurde dies wieder musikalisch von Anna. Nach einem weiteren wunderbaren Frühstück bestand der Tag dann vorallem aus dem Workshop zu den Rauhnächten, bei denen wir uns dem Jahr 2024 widmeten. Wer schon länger meine “Post von Claudi” liest, weis über das 13-Wünsche-Ritual bescheid, bei dem es darum geht in den Raunächten jede Nacht einen der Wünsche zu verbrennen. Jede Nacht steht für einen der Monate im nächsten Jahr und wenn du darum bittest, wird das Universum dir deine Wünsche in dem entsprechenden Monat erfüllen. Der 13. Wunsch, der übrig blieb und den du als einzigen lesen darfst, beschreibt dann deine persönliche Aufgabe für das neue Jahr. Da ich durch all die Meditationen und Energien vor Ort ganz bewusst und klar war, fiel es mir gar nicht schwer 13 Wünsche positiv und klar zu formulieren. 

Bevor es dann für uns alle nach Hause ging, haben alle noch etwas töpfern dürfen und im Abschieds-Sharing-Kreis mitteilen können, wie es uns geht, wie das Retreat für uns war und gegenseitig Wünsche mit auf den Weg geben. Es war einfach rund um stimmig, warmherzig, empatisch, heilsam und inspirierend.

Doch worüber ich besonders dankbar und glücklich bin, ist dass ich dieses wundervolle Wochenende wieder gemeinsam mit meiner besten Freundin Lea erleben durfte, mit ihr durch all ihre und meine Themen gehe und unsere Schritte gegenseitig begleiten können. Es ist so wertvoll Menschen um dich herum zu haben, die dich annehmen wie du bist, die dich ohne Worte verstehen, wertfrei sind und Interessen und Glaube mit dir teilen. Ich wünsche euch allen, dass ihr solche Menschen findet und biete euch selbst mit meinen Angeboten den Raum dafür. Es ist mein Wunsch euch alle diese Verbindung erleben zu lassen und euch dabei zu begleiten euch selbst zu finden. Aho.

Yinyoga