Chakren und ihre Bedeutungen

In diesem zweiten Halbjahr habe ich mich intensiv mit den Chakren beschäftigt. Ich habe sie nacheinander einzeln im Ruhekreis thematisiert durch Meditationen gereinigt und zu Hause mit Yogaübungen unterstützt. Dennoch würde ich mich lange nicht als Expertin oder dergleichen bezeichnen und auf diesem Wege einfach einmal mit euch mein Wissen kurz und verständlich teilen wollen. Als Quelle dient mir dafür vor allem ein Chakren Buch von Susanne Steidl.

Unser Körper besteht aus vielen Chakren oder auch Energiezentren genannt. Sieben davon sind unsere Hauptchakren, die für die energetische Versorgung unseres Körpers verantwortlich sind. Vielleicht hast du schon von Meridianen, dem Chi oder Aura gehört. Das hat im Grunde alles damit zu tun. Denn Durch unsere Meridiane (Energieströme) fließt unsere Energie durch alle Chakren durch unseren Körper und sorgt so für ein gutes Chi in uns und für eine gesunde Aura (Austrahlung) nach Außen hin.  Jedes der sieben Chakren steht für unterschiedliche Bereiche des menschlichen Seins, für Emotionen und Gedanken und im Zusammenhang mit verschiedenen Körperbereichen. Das heißt dort jeweils bemerkbare körperliche Symptome und Krankheiten, welche immer als Kommunikation deiner Seele zu verstehen sind, können Hinweise darauf geben welchem Chakra und somit psychischen Bereichen du dich mal widmen darfst. Ich möchte auf diese Chakren nun jeweils separat eingehen und dir einen groben Überblick verschaffen. 

Am untersten Ende unserer Wirbelsäule, genauer gesagt am Steißbein befindet sich das Wurzelchakra. Typischerweise wird es in einem warmen rot dargestellt und steht thematisch für den Kurzsatz “Ich bin”. In unserer Wurzel geht es wie der Name bereits verrät um unsere Verwurzelung mit der Erde – um die Basis unseres Seins und Vertrauen in das Leben. Das Wurzelchakra schenkt dem Körper Lebensenergie und Erdung. Je mehr wir unserer Wurzel Aufmerksamkeit schenken und sie stärken, desto stärker wird unsere Stabilität im irdischen, körperlichen Dasein. Sie macht uns darauf aufmerksam unsere körperlichen Bedürfnisse im Blick zu behalten und diese zu stillen. Wann habe ich Hunger, brauche Schlaf oder Zuneigung? 

Zugeordnet wird das Wurzelchakra unseren Beinen und Füßen, Knie, Becken und Wirbelsäule, Knochen, Rücken, Nägel, Zähnen, männlichen Geschlechtsorganen, Nase und Geruchssinn sowie den Nebennierendrüsen. 

Menschen mit einem starken Wurzel-Chi fühlen sich in ihrem Körper wohl und zufrieden, haben stets eine ausgewogene Vitalität zur Verfügung, sind geerdet und stehen mitten im Leben. Meist haben sie ein hohes Durchhaltevermögen und akzeptieren Veränderungsprozesse und Alterung ihres Körpers.

Affirmation: “Ich bin behütet und beschützt und habe Vertrauen in mich und mein Leben.”

In Orange wird das Sakralchakra dargestellt. Es liegt im Unterbauch, oberhalb des Schambeins und steht für den Satz “Ich fühle”. Demnach geht es hierbei um unsere Gefühle und Emotionen, unsere Sexualität, Genuss und Kreativität. Es schenkt dem Körper Flexibilität und Beweglichkeit. Es geht um ganz ursprüngliche Energien und Verlangen, die wir nur als zu häufig in unserer Gesellschaft oder durch Religionen tabuisieren und unterdrücken, was dazu führt das wir sie anderweitig kompensieren und es daher zu emotionalen und energetischen Stauungen kommt. Das Sakralchakra ist mit dem Element Wasser verbunden und liebt es mit ausreichend Flüssigkeit versorgt zu werden.

Körperlich zugeordnet wird das Chakra vorallem den Nieren und der Blase, Harnleiter und -röhre, Nierenbecken, Mund und Zunge (Geschmacksinn), den Lymphdrüsen, Körperflüssigkeiten und Schleimhäuten. Aber auch den weiblichen Geschlechtsorganen, Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter, Hoden und Samenleiter.

Menschen mit einem starken Sakral-Chi schenken sich und ihrem Körper Fürsorge und Aufmerksamkeit. Sie genießen das Leben in allen Facetten, essen und trinken gerne und leben ihre Sexualität lustvoll aus.

Affirmation: “Ich empfange die Fülle des Lebens voller Freude und Selbstverständichkeit.” 

Oberhalb unseres Bauchnabels sitzt das Solarplexuschakra, welches typischerweise gelb dargestellt wird. Es steht vorallem für unser Handeln und unsere Taten, schenkt uns Kraft und Präsenz. Daher der Kurzsatz “Ich handle”. Es ist für dieses Zentrum besonders wichtig sich abzugrenzen und eine gesunde Distanz zu bestimmten Themen aufzubauen. Häufig “fressen wir Dinge in uns rein” oder können “Dinge nicht verdauen” – Kompensieren aufgestaute Energien mit emotionalem Essen und leiden dann nicht mehr nur seelisch. Negative Gedanken, Sorgen und Stress beeinflussen den Solarplexus massiv.

Sprichworte kommen nicht von ungefähr und geben in diesem Fall schon Hinweis auf die zugeordneten Körperbereiche: Magen, Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, Milz, Dünndarm und Dickdarm bis zum Enddarm, Zwerchfell, Muskulatur, Bindegewebe aber auch die Augen mit dem Sehsinn.

Ein starkes Chi bewirkt bei dem Menschen, dass sie sehr präsent sind, kraftvoll und klar auftreten. Sie haben ein gutes Gespür für körperliche Nähe und Distanz, “verdauen” Gefühle und Erfahrungen mit Leichtigkeit und wissen aufgenommene Nahrung effizient zu verwerten.

Affirmation: “Ich gehe selbstbewusst und willensstark durchs Leben und übernehme Verantwortung für meine Gedanken, Worte und Taten.”

Das wohl bekannteste Chakra ist das Herzchakra das selbstverständlich im Brustraum lokalisiert ist. Es schenkt dem Körper Kontakt und Berührung, steht für Mitgefühl und Liebe. Seine Farbe ist grün. Es ist auf physischer Ebene mit der Atmung und unserer Haut verbunden, weshalb Atemübungen besonders wertvoll sind, wenn man sein Herzchakra reinigen möchte. Sicher hast du schon Erfahrungen damit gemacht wie enorm Atmung uns helfen kann zur Ruhe zu kommen und Dinge anzunehmen. Da emotionale Themen sich nicht nur auf das Herzchakra auswirken, sondern auch auf das physische Herz, gilt es den Themen Vergebung und Mitgefühl viel Aufmerksamkeit zu schenken. Ausreichend Bewegung und frische Luft sind nicht nur für deine (Herz-)Gesundheit wichtig sondern Luft ist sogar das Element des Herzchakras und somit maßgebend für ein gutes Herz-Chi.

Menschen die das haben genießen körperlich Nähe zu Mensch und Tier, haben ein gesundes Herz (emotional und physisch), öffnen sich ihren Gefühlen und haben meist eine ruhige und tiefe Atmung, sodass sie sich nach Anstrengungen schnell wieder beruhigen können. 

Körperlich zugeordnet ist das Herzchakra also dem physischen Herzen, Lunge und Brust, unserer Haut und den Händen (Tastsinn), Unterarme, Immunsystem, Kreislauf und Thymusdrüse.

Affirmation: “Ich bin voller Mitgefühl, begegne anderen mit Respekt und öffne mein Herz für Licht und Liebe.”

Während die unteren drei Chakren sich eher auf das irdische Dasein bezogen haben und das Herz mit seiner Liebe als Mittelpunkt des Lebens die Brücke zu den oberen drei Chakren schafft, wird es nun mit dem Hals- oder auch Kehlchakra genannt, etwas spiritueller. Dieses ist mit einem hellblau im Halsraum lokalisiert und steht für den Kurzsatz “Ich spreche”. Es geht darum Verantwortung für seine Worte zu übernehmen und äußern zu können, was dich bewegt, dir wichtig ist und von Herzen kommt. Das Halschakra schenkt dir Reinheit und Ausdruckskraft. Es geht jedoch nicht nur darum sich mitzuteilen sondern auch nach Innen zu lauschen und hinzuhören. Dieses Chakra möchte uns reinigen. Alte Energie durch Seufzen, Gähnen, Stöhnen, Spucken und Erbrechen loszulassen kann demnach sehr reinigend sein. Es geht um Kommunikation, welche auch durch Mimik, Gestik und Körperhaltung funktioniert. Man sagt, die äußere Haltung zeigt das Innere Befinden an. 

Das Halsschakra ist Mund, Zähnen, Rachen, Kiefer, Kehlkopf, Ohren, Nase, Nacken, Schultern und den Schilddrüsen zugeordnet.

Menschen mit einem starken Chi teilen sich authentisch und warhaftig mit. Man hört ihnen gerne zu wenn sie reden und sind meist selbst gute Zuhörer. Sie haben einen guten Zugang zu ihrer inneren Stimme und Intuition.

Affirmation: “Ich drücke meine Gefühle klar und deutlich aus und stehe zu dem was ich sage. Meine Worte sind liebevoll und wahrhaftig.”

Sicher hast du bereits vom “dritten Auge” gehört. Dabei ist auch das Stirnchakra gemeint, dass auf unserer Stirn zwischen den Augenbrauen lokalisiert ist. Es gibt unterschiedliche Quellen bezüglich der Farbzuordnung, doch für mich passt die Vorstellung eines dunklen Blau oder auch Indigoblau. Das Stirnchakra verleiht dem Körper eine klare und übergeordnete Sicht auf die Dinge sowie schöpferische Kraft. Hierbei geht es sehr um die Macht unserer Gedanken, durch die wir in der Lage sind zu manifestieren. Hier sehen wir nicht nur unsere Wünsche, Ziele und Visionen vor Augen, können Zurückblicken und Vorausschauen, sondern es geht auch physisch um den Sehsinn und unsere Augen. Des weiteren ist dem Chakra die Zirbeldrüse zugeordnet, welche für die Produktion von Melatonin und somit für unsere Schlafqualität verantwortlich ist. Ein klarer Geist ist für eine körperliche Gesundheit wesentlich. Sollte es durch Reizüberflutung des Verstandes, Stress, Angst und negative Gedanken zu einer Anspannung im Stirnchakra kommen, können Migräne, Augenprobleme und Kopfweh die Folge sein. 

Körperlich zugeordnet werden dem Stirnchakra demnach die Augen, das Nervensystem, Kopf und Stirn, Stirnhöhle und Nasennebenhöhlen, Gehirn und Gedächtnis sowie die Zirbeldrüse.

Menschen mit einem starken Chi wissen, dass sie verantwortlich für ihre Gesundheit sind und erkennen Zusammenhänge von körperlichen und psychischen Themen und sind bereit ihr Leben zu verändern. Sie wissen, dass es neben der materiellen Welt noch eine geistige Welt gibt, die sie aktiv für ihre Gesundheit nutzen können. Meist haben sie ein gutes Gedächtnis, können sich gut konzentrieren und fokussieren. 

Affirmation: “Ich halte meine Ziele und Visionen im Auge und gebe mich ganz und gar der inneren Führung hin.”

Unsere Scheitelkrone symbolisiert das Kronenchakra und wird meist in der Farbe violett dargestellt. Hierbei geht es vorallem um die Anbindung mit der geistigen Welt und dem Ursprung unseres Seins. Anders als die Wurzel, die nach unten hin geöffnet ist und uns mit Mutter Natur verbindet, ist die Krone nach oben geöffnet, verbindet sich mit dem Vater, dem Göttlichen und lässt uns empfangen. Sie schenkt dem Körper die universelle Lebensenergie. Verbunden ist das Zentrum mit der Hirnanhangsdrüse, die unseren Hormonhaushalt regelt und für die Zellbildung und -regeneration verantwortlich ist. Somit können Blockaden und Stauungen in der Krone mitverantwortlich für massive Krankheiten des Nervensystems sein. Die Krone rät uns die Stille als Freund zu sehen und sie lieben und aushalten zu lernen. Oftmals lassen wir uns zu sehr von Medien berieseln und verlieren so die Bindung zum kosmischen Bewusstsein, unserem Ursprung und unserer inneren Wahrheit.

Körperlich zugeordnet werden der Krone unser Immunsystem, Gehirn und Kopf, alles, was sich reproduzieren lässt (Ei-, Samen- und Körperzellen), Schleimhäute und Hirnanhangsdrüse.

Menschen mit einem starken Chi sind gut mit dem irdischen Dasein verbunden aber diesem nicht angehaftet. Sie vertrauen auf einen höheren Plan und verstehen das Leben als eine Erfahrung ohne sie zu bewerten. Sie sehen in Krankheiten einen Sinn, wissen dass das Leben vollkommen wahrgenommen werden kann, ohne es zu sein und leben daher meist erfüllter und bewusster.

Affirmation: “Ich spüre die Verbindung mit meinem höheren Selbst und dem Leben, das voller Liebe ist.”

Nun hast du einen guten Überblick über die sieben Hauptchakren. Ich freue mich, wenn es dich bezüglich deiner eigenen Gesundheit und Wahrnehmung im Leben inspiriert hat. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kann ich dir das oben verlinkte Buch sehr empfehlen und stehe dir für Fragen oder energetische Arbeit in diesem Bereich gerne zur Verfügung. 

Wenn du bereits selbst etwas für deine Chakren tun möchtest, dann reicht oft schon ein Moment der Achtsamkeit. Setze dich in einen aufrechten Sitzt und verwurzel dich über dein Steißbein oder deine Fußsohlen mit dem Boden. Atme mehrmals tief und bewusst ein uns aus und stelle dir vor, wie die Luft beim Einatmen durch deine Krone in dein System fließt und durch deine Chakren nach unten und schließlich durch die Wurzel in den Boden mit dem Ausatmen abfließt. Empfange neue Energie und Kraft und gebe alte Energie an Mutter Erde ab. Visualisiere gerne einzelne Chakrenbereiche für ein paar Sekunden in ihrer jeweiligen Farbe und lasse es dort hell und warm werden. Wenn du bereits Erfahrungen mit der Meditation und Affirmationen hast, integriere die jeweiligen Affirmationen von mir gerne in deiner Fokussierung. 

Viel Freude mit deinem neuen Wissen für ein bewusstes Leben.